tagebuch märz 2016

06.03.2016

 

der abflug hat geklappt. und das ist ja schon mal nicht ganz selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass fast 150 kg gepäck mit sollen - und das bei nur 3 passagieren. das on-board entertainment der swiss macht auch den flug ganz erträglich - 3 filme pro person sind ein must. schon krass: beim abflug leichter schneefall und bei der landung tropisch-feuchte hitze. die übernachtung im transit-hotel ganz in der nähe des flughafens in dar-es salaam ist einfach, freundlich und völlig zweckmässig - auch wenn man die zufahrtsstrasse bei regen wohl lieber nicht fahren möchte. später zapfenstreich und morgen dann früh raus.

 

07.03.2016

 

kurze nacht - grosse gepäck-umpackerei um 5 h morgens am flughafen - angenehmer flug nach songwe. soviel zum letzten leg der reise.

einen herzlicheren empfang am flughafen kann man sich kaum vorstellen: die halbe spital-crew kommt uns abholen. ein kurzes frühstück und dann an die arbeit. material auspacken, ordnen, verstauen; geräte prüfen und staunen, was alles noch funktioniert - oder eben nicht (ein beatmungsgerät hat den geist aufgegeben) und auch schon die ersten patienten für den ersten op-tag morgen screenen.

 

08.03.2016

 

traditionsgemäss nehmen wir am ersten tag am morgendlichen spital-gottesdienst teil. auch wenn man selbst nicht zu den regelmässigen kirchgängern zählt, auch wenn die predigt in suaheli nicht mal ansatzweise verständlich ist, der anlass rührt am herzen. wenn am ende ein vielstimmiger psalm angestimmt wird, die menschen aus voller kehle singend aus dem raum strömen, sich draussen im spalier aufstellen und die hände schütteln, fühlen wir uns als teil dieser gemeinschaft, die sich jetzt aufmacht, den kranken im spital zu helfen.

 

unsere hilfe bestand vorwiegend aus organisieren und teachen: lászló assistierte dr. kimaro bei einer leistenbruch-op, eliane versuchte all die operationswilligen patienten in einem op-plan unterzukriegen und schubi machte die einheimischen anästhesie-jungs fit.

gegen abend stand dann eine schwierige entscheidung an: ein junger mann in wahrlich schlechtem zustand - irgendwann, irgendwo am bauch voroperiert, völlig abgemagert, lungenentzündung wahrscheinlich - war am vorabend von seiner familie mit erneuten bauchbeschwerden gebracht worden. ohne operation dem sicheren tod geweiht, eine allfällige operation ein hochrisiko-eingriff. gegen eine verlegung in ein grösseres spital wehrte sich die familie dezidiert. wir standen also vor der wahl, den jungen mann seinem schicksal zu überlassen, oder der kleinen überlebenschance durch eine erneute operation einen versuch zu geben. es kam schlussendlich gar nicht so weit. der patient verstarb während der narkoseeinleitung auf dem operationstisch. nicht nur für den jungen mann und seine familie tragisch, auch ein operationsteam muss dann mit so einer situation fertig werden. nach langen gesprächen, bis tief in die nacht hinein, waren wir uns trotz allem einig: wir hätten unter gleichen voraussetzungen wieder gleich entschieden und wünschten uns eine gute nacht, wohl wissend, dass die träume dieser nacht kaum glückliche sein würden.

 

09.03.2016

 

wie stefan christen immer so schön sagt: TIA ("This Is Africa"). könnte man als motto des heutigen tages bezeichnen. beispiel: wir kriegen eine patientin zur "kleinen wundtoilette", die sich als septische diabetikerin mit einer ausgedehnten fussnektrose entpuppt. fazit: wir müssen - anstatt nur die wunde putzen - den fuss amputieren. zweites beispiel: die vorhandenen mesh-geräte (hilfsmittel zur hauttransplantation, z.b. bei verbrennungen) sind gar nicht mehr funktionstüchtig. fazit: wir müssen die hauttransplantate von hand vorbereiten, zeitverlust 2 stunden. natürlich geht das auch, aber mühseeliger und VIEL länger. jedenfalls: am abend waren allen operiert. wir sind müde und hungrig heimgekehrt und werden morgen mit frischem elan weitermachen . motto: TIA

 

10.03.2016

 

wenn wir gestern dachten, es wäre TIA day gewesen, wurden wir heute eines besseren belehrt: wiederum wurde aus einer "kleinen wundrevision" eine oberschenkelamputation; anstatt um 9 h war der eingriff um 12 h zu ende. für unsere schweizer standarts natürlich die absolute katastrophe! aber wie ein afrikanisches sprichwort so schön sagt: "do one thing a day". so gesehen hätten wir dann ja eigentlich aufhören und zur siesta gehen können aber dem war dann doch nicht ganz so: lászló und eliane deckten eine fussballfeld-grosse wunde mit spalthaut und als krönenden abschluss konnte der frisch gewählte chefarzt des spitals - dr. martin - bei einer bruch-stabilisierung (fixateur externe) assistieren.

noch ein wort zu dieser chefarzt-wahl. der nun pensionierte chefarzt dr. kimaro (bild unten), hinterlässt ein schwieriges erbe. einerseits muss der neue sich als medizinischer direktor mit all den mühsamen verwaltungsangelegenheiten herumschlagen - und die sind in tanzania nicht unbedingt transparenter als in der schweiz -, andererseits sollte er auch als chirurg die fachliche oberhand innehaben. da einen passenden nachfolger zu finden: ein ding der unmöglichkeit, hier in einer der ärmsten gegenden dieser welt erst recht. so kam der junge, interessierte, ausgeglichene und sympathische dr. martin im grunde gerade recht. aber der junge mann hat - neben seiner gewinnenden erscheinung und seinem commitment - eine dünne medizinische ausbildung und gar keine führungserfahrung. er wird einen schweren stand in diesem von dauerkrisen und chronischem geldmangel bestimmten umfeld haben. wir wünschen ihm von herzen alles gute!

 

11.032016

 

so, wieder ein TIA day, diesmal allerdings von der erfreulicheren sorte. es gibt mindestens zwei eigenschaften, die uns afrikaner voraus haben, und das sind ein unerschöpfliches improvisationstalent und eine unermessliche gastreundschaft. nachdem wir gestern ein wenig im regen stehen gelassen wurden, indem am morgen das op-personal einfach mal nicht erschienen ist ("oh yes, he is in town and will be back soon") und unsere liebe schwester petra - spitzname: die weisse tanzanierin - die no-shows in den senkel stellte, war heute morgen der erste patient bereits vor uns im operationssaal! denn dass wir als gäste unzufrieden sind, das geht in der afrikanischen mentalität einfach mal gar nicht. auch den rest des tages waren alle da, beflissen ("nono, I'dont need coffee break"), bemüht und freundlich. wir konnten zwei komplizierte eingriffe (eine stoma-rückverlagerung - sorry für den fachausdruck - und eine kropfentfernung komplikationslos und in rekordzeit durchführen. ein fettes kränzchen dem op-personal von ifisi!

leider hat wohl einer der anästhesie-monitore, die wir mitgebracht hatten, beim transport einen schaden erlitten. im inneren des gerätes muss eine halterung abgebrochen sein, was das immerhin mehrere zehntausend franken teure gerät nutzlos gemacht hat. um acht uhr morgens stand der spital-elektriker malik da und schraubte das hochkomplexe teil auseinander, an das sich bei uns gerade mal ein qualifizierter service-techniker rangetrauen würde. die gebrochene plastikhalterung leimte er mit einer mischung aus superglue und sand (!), baute das ding mit schubis hilfe wieder zusammen und siehe da: it works!

auch das ist africa. da können wir was lernen.

 

 

12.03.2016

 

schon eine arbeitswoche vorbei. es ist samstag, der erste freie tag. eliane und lászló haben ihn genutzt, um einen lange gehegten traum zu verwirklichen: die besteigung des mbeya peak, knapp 3000 müM. ein unterfangen, das es in sich hat, immerhin ist die höhendifferenz gut 1200 m. wanderwege, wie wir sie von zuhause kennen gibt es nicht und markierungen auch nicht. mit dem einheimischen guide michael schafften sie den aufstieg in etwas mehr als drei stunden, eine stunde gipfelrast und dann nochmal zweieinhalb stunden abstieg. um zwei uhr nachmittags holten lydia und schubi die beiden bei der coffee farm ab: eliane etwas müde, mit sonnenbrand und lászló etwas mehr müde und von muskelkrämpfen geplagt. nur das funkeln in den augen verriet den stolz der besteiger.

 

heute ist auch alphons schnyder abgereist. alphons ist selbständiger unternehmensberater im spitalbereich (www.meta-cultura.ch) und hat die vergangene woche den klinikbetrieb analysiert und zusammen mit susi steffen und der einheimischen spitalleitung einen massnahmenplan erarbeitet, der nicht nur die qualität des betriebs verbessern soll, sondern auch einen blick in die zukunft wagt und das fortbestehen des ifisi community hospital sichern kann. am abend hat alphons mit vierstündiger verspätung den zug (!) nach ifakara genommen und wird in lugala noch ein weiteres spital unter die lupe nehmen. als langjähriger afrikareisender tut er diese arbeit mit dem abgeklärten idealismus des erfahrenen - no charge. viel erfolg weiterhin!

 

abends war grillparty bei rachel angesagt. ein sintflutartiger thunderstorm hätte die sache bei uns wohl ins wasser fallen lassen. hier werden mit stoischer gelassenheit die wasserlachen aufgewischt, die scherben der geborstenen scheibe weggekehrt, der grill ins trockene geschleppt - und weiter gehts. auch das ist afrika!

 

13.03.2016

 

sonntag, und schon wieder nix mit ausschlafen. wir holen stefan am flughafen ab. landung pünktlich um 8 uhr, unfallfreier ausstieg, heftige umarmungen, üppiges frühstück im icc, the whole works. den rest des tages verbringen wir mit stefan-updaten. der arme mensch musste sich alle unsere sörgeli und heldentaten der letzten woche reinziehen. dabei sind dann ganz grundsätzliche schwierigkeiten zur sprache gekommen. unser hauptaugenmerkt liegt auf der nachhaltigkeit. wir wollen nicht nur hier einfliegen, die tough cases aboperieren und dann wieder abhauen und nach uns die sintflut. wir wollen, dass unsere inputs früchte tragen, wir wollen, dass der laden hier nach unserer abreise besser läuft, als vor unserer ankunft. und das scheint im moment auf etwas wackligen beinen zu stehen: der bisherige chefarzt dr. kimaro - unser primärer teaching partner - geht in pension. und bei näherer, auch sogar bei oberflächlicher betrachtung ist niemand in sicht, der die rolle des chirurgischen chefs einnehmen könnte. dr. martin, der frisch gewählte chefarzt, ist allseits beliebt und akzeptiert, wird aber in der kommenden zeit keine möglichkeit haben, sich chirurgisch weiterzubilden. was unweigerlich zum schluss führt, dass das spital ein grundlegendes probem hat. wir unsererseits kommen also zum schluss, dass wir an oberster stelle mit nachdruck darauf aufmerksam machen müssen. also werden wir uns noch diese woche mit markus lehner - vorsitzender des spitalrates - treffen und eine richtige "chropfleerete" machen. more news to come.

den nachmittag verbringen wir in der utengule coffee lodge, die weitherum als etablissement der oberklasse gilt. eingermassen überbewertet, die aussicht ist wohl phänomenal, food und service aber eher spärlich. bis spät in die nacht sitzen wir dann noch im icc draussen, geniessen die laue nachtluft, ein gläschen cognac, die mosquitos und stefans chillout sound.

Bis morgen!

 

14.03.2016

 

ein normalo-day, auch das darf mal sein. unsere heutigen szenen im op hätten genausogut in der waid oder sonst einem schweizer spital stattfinden können: op-beginn mit stündiger verspätung, wieder mal ein eingriff, der aus infektgründen nicht stattfinden konnte ein junge, der notfallmässig an der hand operiert werden musste. fazit - ein altes anästhesie-sprichwort -: "z'obe sind alli operiert". ein highlight, das an dieser stelle auch mal erwähnt werden muss: es ist ein vergnügen, eliane und lászló beim operieren zuzusehen. sie ergänzen sich, wie ein altes ehepaar. es kiffelt, es hadert, es zankt und stichelt - und könnte nicht besser rauskommen. jeder kommunikationsjunkie würde sich die haare raufen und dann über das resultat staunen!

stefan hat seinen einstieg hingelegt, er wurde - o-ton - "mit patienten zubetoniert": 17 patienten mit infrastruktur by himself! vorhänge zu, mosquitospray, durchschallen, vorhänge auf und es war abend!

morgen gehts weiter mit doppeltem workload!

 

15.03.2016

 

jetzt leute, ists zeit über das "interplast-konzept" zu reden. interplast e.v. ist eine deutsche gesellschaft, die in 3.welt-ländern unentgeltlich einsätze durchführt. das läuft so: ehrenamtliche ärzte und medizinisches personal werden rekrutiert, alles benötigte material - vom narkosegerät über nahtmaterial bis zum pflaster - wird aus spendengeldern finanziert, in einen container geladen und losgeschickt. vor ort sammelt jemand vom einheimischen spitalpersonal patienten. das deutsche team fliegt runter. die patienten sind einbestellt und werden am ankunftstag des teams gescreent. ein op-plan wird aufgestellt und dann wird 2 wochen lang durchoperiert. am ende sind 100-150 eingriffe mit hoher erfolgsrate erledigt, alles wird eingepackt und ab gehts nach hause. wenn wir da unsern nachhaltigkeits-massstab anlegen, kommen die natürlich ziemlich flach raus. denn nach der abreise ist nix mehr da. die einheimischen warten aufs nächste jahr. aber: die interplast-leute haben sich nicht mit unsern sorgen rumzuschlagen. sie leisten 2 wochen lang spitze-arbeit und haben 150 patienten geholfen, die sonst keine hilfe erhalten hätten. die frage nach dem "was ist nun besser?" ist müssig. es ist ein anderer ansatz, der sich grundsätzlich von unserm unterscheidet, aber auf seine art effektiv ist.

also, heute hatten wir einen "interplast-tag". morgens eine struma-op (kropf), nachmittags nochmal eine. das ist definitiv keine teaching-op, weil technisch zu anspruchsvoll, sondern hat die beiden patienten von ihrem "tennis-ball" am hals befreit. auch nicht ganz verkehrt, oder?

 

16.03.2016

 

op-tag: rekordverdächtig. nicht, was die anzahl fälle betrifft, sondern vielmehr an zeit und gewicht. in etwas mehr als 3 stunden haben lászló und eliane eine struma geboren, die gut über ein pfund schwer war. nicht zu vergessen: TIA ist immer noch da. die op-lampe leuchtet irgendwohin, nur nicht da, wo man sie möchte. der 3. assistent hält nicht immer die haken, sondern sich daran fest. gelegentlich hustet der patient und gelegentlich funktioniert auch der elektrokauter. unten ein foto der struma (nein-nein, das ist kein herz!). natürlich, das bild ist ein bloody shot, aber auf einer chirurgielastigen website darf das schon auch mal sein.

stefan hat 16 patienten geschallt. 10 einbestellte und 6 zugelaufene. von den 10 bestellten nur 1 no-show. besser als in der waid und somit auch rekordverdächtig. noch was zur frage: "was macht eigentlich ein kardiologe in einer der ärmsten regionen dieser welt?" natürlich sieht stefan fälle, die er zwar diagnostizieren, aber nicht behandeln kann, weil dazu die möglichkeiten und die finanziellen mittel fehlen. aber die mehrzahl seiner fälle, z.b. herzklappenprobleme oder herzmuskelvergrösserungen, die medikamentös behandelt werden können, profitieren von seiner präzisen diagnostik. keep going, man!

 

abends dann noch ein social event - und vielleicht sogar noch ein wenig mehr. wir waren auf einen apéro riche bei markus und hanni lehner eingeladen. markus lehner - für die, die ihn noch nicht kennen - ist der gründervater des ifisi spitals. mittlerweile pensioniert, ist er aber immer noch vorsitzender des spitalrates und hält fäden und finanzen zusammen. es war uns ein anliegen, ihm vor augen zu führen, über welche probleme wir hier jeden morgen im op stolpern: wer ist da? wer hilft uns? wen können wir teachen? was tun wir hier eigentlich? klingt so ziemlich existentiell; war und ist es für uns auch. der abend war dann auch ein pflaster auf die wunden. die personalprobleme sind bekannt, lösungen angedacht und vor allem hat uns nochmal jemand gesagt, wie wichtig unser einsatz hier ist. wie wichtig unser wissen, unser vorbild und auch unser respekt gegenüber den spitalleuten hier. geht nicht nur runter wie butter, schiebt auch kräftig vorwärts!

 

17.03.2016

 

heute etwas aus dem kuriositäten-kabinett: junger mann mit krokodil-biss vor 3 wochen. er war mit freunden im busch unterwegs, etwas zu nah am wasser und das viech hat zugeschnappt. typischerweise lauern die crocs im wasser ganz in ufernähe und wenn etwas aus dem beuteschema nah genug kommt, schiessen sie aus dem wasser, packen den menuhauptgang, schütteln ihn heftig und versuchen, ihn unter wasser zu ziehen und zu ertränken. mahlzeit! unser jüngling hatte glück. seine kumpels stürzten sich in der schüttelphase auf das krokodil und schafften es, das hungrige tier in die flucht zu schlagen. zurück blieb er jüngling mit bisswunden am unterschenkel und einer fraktur am oberschenkel (vom schütteln!). bei der primärversorgung hatte man gehofft, die fraktur würde von selbst heilen, was sie auch tat, aber ziemlich krumm. lászló hat den bruch wieder aufgesprengt und mit einer platte und schrauben richtig wieder zusammengebastelt.

stefan hat neuen rekord aufgestellt: 20 patients in a day! hier mal ein eindruck, was er da so den ganzen tag sieht:

auflösung für fans: cor pulmonale mit schwerer trikuspidal-insuffizienz.

 

am abend wieder ein social thing. tja, das ist halt so mit diesen internationalen missionen, dauernd gibts was zu essen. heute war also das traditional swiss dinner, mit einem italian touch: wir haben den nachmittag anstatt im op in der küche verbracht. zwiebeln und gemüse rüsten, fleisch anbraten, bechamelsauce ohne klumpen, sugo köcheln, kiffeln. jedenfalls kam dabei eine lasagne raus, die jedem sternekoch das wasser in die augen treiben würde. so um die zwanzig natives kamen und haben ordentlich reingehauen. es wurde zwar nicht getanzt, aber doch ein abend à l'africaine: viel essen und noch mehr tischreden. alles mit markus-lehner-simultanübersetzung. passt aber schon, zum schluss bleibt ein we-all-together-feeling, um das es ja schliesslich auch geht. osiku muema!

 

18.03.2016

 

jawoll, so muss das sein: der letzte arbeitstag ein volltreffer. am morgen -nach der morgenandacht, die wir jeweils zum schluss unseres einsatzes besuchen - eine sitzung mit der spitalleitung, wo's drum ging, wie zurich-meets-tanzania hier unten weitergehen soll. konkret: wann und wie soll unser nächster einsatz sein, und ganz wichtig: wer und wieviele sollen kommen. ganz einfach war die sache nicht. wir würden am liebsten mit heerscharen williger schweizer ein dutzend einsätze pro jahr durchziehen, und die einheimischen fühlen sich von dieser überschäumenden hilfsbereitschaft etwas überfahren. nach sorgfältigem abklären von bedürfnissen und möglichkeiten dann eine taugliche lösung: diesen herbst - in den ersten beiden septemberwochen - wird ein schweizer team mit schwerpunkt traumatologie und plastische chirurgie hierher kommen. ob dann später im herbst nochmal ein team anreisen soll, wird später entschieden. der nächste termin ist also genagelt - wie die traumatologen so schön sagen - das team kann sich definitiv formieren, material zusammensuchen, tickets bestellen, zahnbürste einpacken. es geht also weiter!

mit von der partie heute morgen war auch der neue chefarzt dr. martin (bild unten), der sich ruhig und kompetent in die diskussion eingebracht hat. er scheint klare vorstellungen von den zielen seines spitals zu haben. tatsächlich ein weiterer lichtblick.

nächstes highlight: endlich konnte lászló eine hernienplastik mit netz teachen, so wie er es schon die ganze zeit gern hätte tun wollen. dr. temihango als kompetenter assistent und der ganze saal voll zuschauer - inkl. dr. martin. yeah, gimme more!

am abend einladung bei dr. rachel, deren jüngste tochter auch noch geburri hatte (5). wiederum ein vergnüglicher abend mit leckerem food und interessanten gesprächen. allerdings hat uns dann schon bald mal eine gewaltige müdigkeit überrollt, die wohl die anstrengung der letzten wochen widerspiegelt. satt, müde und zufrieden heim und ab in die heia!

 

19.03.2016

 

last day. eigentlich wollten wir nur noch schnell mal eben visite machen, unsere meisterwerke bestaunen und dann abzischen. es kam anders. der hernien-patient von gestern hatte eine nachblutung und musste revidiert werden. im nachhinein stellte sich heraus, dass er wohl irgendeine gerinnungsstörung gehabt haben musste, denn auch nach ausgiebiger blutstillung war das op-gebiet nicht gerade trocken. zum glück gibts cyklokapron. anyway, wir waren jedenfalls mit dem patienten im op, als eine hebamme hereinstürzte und ein neugeborenes vom kaiserschnitt aus dem nachbarsaal unter die wärmelampe legte. anfänglich bemerkten wir gar nix, bis stefan "blue baby" brüllte. lászló und eliane operierten weiter, stefan und schubi reanimierten das baby, bis es nicht mehr blue war, sondern seinerseits lautstark brüllte. sometimes fate is good!

und jetzt sitzen wir also am flughafen in dar und warten auf departure. das abreisegedöns hat alles geklappt. material zurückschaufeln, zimmer räumen, alles einpacken, fahrt zum flughafen, die abschiede mit den unterdrückten tränchen, gepäck einchecken, x-rax, x-ray, x-ray, alles ok.

also nochmal, wir sitzen in dar am airport, stefan sucht eine giraffe, eliane ein tusker-shirt, lászló raidet den duty-free und schubi bechert und tippt.

 

leute das war's! spring team 2016! noch 40 min bis check-in! lachende und weinende augen! safari njema!

 

 

                          project proudly

                          supported by

                          stadtspital waid

                          zurich

                          www.waidspital.ch

30.05.2018 endlich haben wir das promo video von michael auf unserer webseite veröffentlichen können. es gibt in 02:56 minuten einen kurzen einblick in unsere aktivitäten. schau rein ...

24.03.2018 am samstag, den 07.04.2018 findet die gv und unser jahrestreffen statt. zur planung ist eine anmeldung erforderlich. weitere details findet ihr hier...

23.03.2018 unser anästhesist christoph schubert ist auch buchautor.  wer gerne brass musik hört und bei witzigen schwarz humorigen geschichten schmunzeln will, der soll sich den  25.03. 2018 dick in die agenda eintragen! hier mehr...

06.03.2018 direkt zum tagebuch märz 2018...lesen sie, wie sich das team auf den einsatz vorbereitet und begleiten sie uns virtuell mit nach afrika...zum blog

01.03.2018 im frutigländer wurde ein artikel über den einsatz von marika schmidt im speziellen und unser projekt im allgemeinen publiziert. hier gehts zum zeitungsartikel...

17.02.2018 das team für den spring einsatz 2018 hat sich formiert und macht sich bereit. mehr hier...

03.12.2017 gestern fand der traditionelle weihnachtsmarkt statt. auch wir waren dabei ...

28.10.2017 nun ist es soweit: das herbstteam 2017 setzt sich in marsch. alles weitere im aktuellen blog hier...

10.10.2017 bald ist das fellowship für die zwei gäste aus tanzania vorbei. hier geht es zu ihrem "abschiedsbrief":

03.09.2017 nun sind sie da! heute morgen früh sind dr martin mbwile und sein kollege dr. jacob mbembela in zürich kloten gelandet für ihr mehrwöchiges fellowship im waidspital. hier geht's direkt weiter zum blog...

25.08.2017 auch dieses jahr möchten wir unseren gästen aus tanzania einiges über uns und unser land zeigen. wer sich weiter darüber informieren und mitmachen will, klickt hier und ab geht's zum doodle...

24.08.2017 im der aktuellen ausgabe vom virus, der personalzeitung des des spitals bülach ist ein interessanter artikel über die erfahrungen von caterina bezüglich der geburtshilfe in ifisi erschienen. hier geht's direkt zum artikel...

25.08.2017 am 03. september ist es soweit, dr. martin mbwile und dr. jacob mbembela werden in kloten landen um sich im rahmen eines fellowships unseres projektes einige wochen in schweizer spitälern gezielt weiterzubilden. mehr dazu findest du hier...

15.06.2017 am 5. juli werden lászló veréb und stefan christen einen fotovortrag im waidspital halten. so sieht's aus...

26.04.2017  der verein ist online! anmeldungen für mitglied- und gönnerschaften werden ab sofort entgegengenommen. da geht's lang...

23.04.2017  jetzt ist's offiziell: seit heute ist "zurich-meets-tanzania" ein verein...mehr

25.03.2017 happy landing! spring team ist wieder da. alles ok! hier sind die bilder...

05.02.2017  das spring team hat sich formiert und rollt richtung startlöcher...mehr

27.11.2016 unsere zwei neuen spendenprojekte sind online! vielen dank für eure hilfe...mehr